Am 09. August 2025 starten Sigi und ich unseren 3. Vespa Roller-Alpencross "Vom Allgäu durchs Aostatal an den Gardasee" - 1.813 km Landstraße liegen vor uns und die Freude ist riesengroß!

 

An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass das Wetter vor Beginn der Tour, sowohl im Allgäu als auch im Siegerland, grottenschlecht war: Regen, Kälte... alles, was man beim Roller fahren nicht braucht!

Und dann dieser Wetterumschwung! Eine Woche lang strahlend blauer Himmel, Sonne pur (bis zu 39 Grad C. im Aostatal), aber nachts angenehme Temperaturen zum Schlafen - ein Geschenk Gottes! 

Foto: unweit Rettenberg, auf dem Weg Richtung Immenstadt

 

 

1. Etappe: Marktoberdorf - Immenstadt - Oberstaufen - Hittisau - Appenzell - Wattwil - Glarus - Klausenpass - Vierwaldstätter See - Isenthal (Hotel Urirotstock)

Pflichtstopp im Appenzellerland:  Appenzeller Alpenbitter AG

 

Hier wird unter anderem der von den BruMü-buam geliebte Appenzeller Alpenbitter hergestellt. Für alle, die ihn nicht kennen, hier die wichtigsten Informationen:

 

1902 schuf Emil Ebneter in Appenzell ein alkoholisches Getränk, dessen Rezept bis heute in Familienbesitz ist. Bekannt sind einzig die Zutaten: 42 Kräuter und Gewürze. 

Das Rezept des Appenzeller Alpenbitters ist seither unverändert. Er wird zu 100 Prozent aus natürlichen Rohstoffen und ohne chemische Zutaten hergestellt.

Eine begehrte Sonderauszeichnung krönt neu den Appenzeller Alpenbitter: Beim Meininger’s International Spirits Award ISW gewinnt die Spezialität aus Appenzell den Titel «Kräuterlikör des Jahres 2022».

Wie so oft im Leben gilt natürlich auch hier: Probieren geht über studieren!

Der weitere Weg führt uns über Glarus Richtung Klausenpass.

 

 

 

Wir folgen der Klausenstraße, lassen Urnerboden hinter uns und freuen uns einfach über alles, was wir hier und heute erleben dürfen. Ein kleiner Auszug:

 

- megagutes Wetter

- fantastische Landschaft

- traumhaft schöne Bergwelt

- topp gepflegte Straßen 

- "schnurrende" Vespas ohne Fehl und Tadel

- Schuberth-Helme mit funktionierender Gegensprechanlage

- WAHRE FREUNDSCHAFT!

Ankunft im Himmel - Hotel Urirotstock, Isenthal

Erholung über Nacht

Zwischen dem Vierwaldstättersee und dem 2928 m hohen Urirotstock, umgeben von blühenden Blumenwiesen und dichten Laubholzmischwäldern, erwartet Euch im ruhigen und romantischen Bergdorf  Isenthal das Hotel Urirotstock.

Für alle Ruhesuchenden, Naturliebhaber, Gourmets (!) und all jene, die das Einfache (und Wunderschöne) lieben: fahrt nach Isenthal, übernachtet und speist (!) im Hotel Urirotstock www.urirotstock.ch

Ein kleiner Auszug aus der hervorragenden Speisekarte.

 

Eine Seite mir Cordon-bleu-Variationen - herrlich!!!

 

 

 

Nach einer erholsamen Nacht und einem sehr leckeren, stärkenden Frühstück verlassen wir am 10. August das wunderbare Hotel Urirotstock - wir kommen wieder, das steht außer Frage!


2. Etappe: Isenthal - Wassen - Sustenpass - Innertkirchen - Meiringen - Brienzwiler - Malten bei Interlaken - Spiez - Wimmis - Simmental - Zweisimmen - Saanen - Gstaad - Col du Pillon - Les Diablerets - Col de la Croix - Martigny - Verbier

Fotoshooting oberhalb vom Urnersee

Der Sustenpass ruft

 

Der Sustenpass an der Hauptstrasse 11 verbindet den Kanton Uri mit dem Kanton Bern. Die Passstrasse ist 45 km lang und ist eine der neueren in den Schweizer Alpen. Sie wurde zwischen 1938 und 1945 gebaut; die Einweihung erfolgte am 7. September 1946. Weil sie vor allem dem Tourismus dient, ist sie in der Regel nur von Juni bis Oktober offen.

 

Spiez liegt am Südufer des Thunersees. Die Gemeinde Spiez erstreckt sich von einer Höhe von 558 m ü. M. (Seehöhe) bis auf 852 m ü. M.(Hondrichhügel).

 

Und allen Fußballfreunden (zumindest den deutschen) sagt der Begriff "Der Geist von Spiez" etwas:

 

WM-Sieg 1954„Der Geist von Spiez lebt“ - Bruno Affentranger ist Direktor des Hotels Belvédère am Thuner See in der Schweiz. Dort soll die deutsche Fußball-Nationalmannschaft 1954 eine besondere Kameradschaft, den „Geist von Spiez“, entwickelt  haben. Der lebe immer noch bei ihm, sagt Affentranger.

 

 

Weiter geht's durchs Simmental, Gstaad, über den Col de la Croix und von Martigny nach Verbier.

Wir nächtigen im guten Hotel Montpelier, Verbier www.kvhotels.com und genießen sehr, sehr feine Speisen und delikaten Wein im Les Moulins, Verbier www.restaurant-les-moulins.ch


3. Etappe: Verbier - Großer Sankt Bernhard - Aosta - Ivrea - Bollengo - Zubiena - Biella - Valdilana - Borgomanero - Arona (Lago Maggiore) - Varese (Lago di Varese)

Wir folgen der "Route de Verbier" talwärts, freuen uns tierisch über das fantastische Wetter und die kurvenreiche Strecke über Bourg-St-Pierre (Wallis, Schweiz) hoch auf den "Großer Sankt Bernhard" (2.473 m. ü. M.). Die Straße befindet sich in einem hervorragenden Zustand, keine Schlaglöcher und äußerst gepflegte Straßenränder (Schweiz eben!)! Hier kann man rollern mit einem Dauergrinsen auf dem Gesicht - herrlich! Die nachfolgenden Bilder können nur einen kleinen Einblick geben in das, was wir genießen und dankbar erleben durften!

DER LEGENDÄRE LAWINENSUCHHUND

Die Bernhardinerhunde, die den Stiftsherren bei der Rettung von Reisenden zur Seite standen, stammen ursprünglich vom Hospiz des Grossen Sankt Bernhard auf 2500 m Höhe. Die Hunde verkörpern mit ihrer robusten Natur und ihrem sensiblen Charakter die Kameradschaft und die Gastfreundschaft, die an diesem Ort Tradition hat. Barry ist ihr berühmtester Vertreter. Im Sommerhalbjahr können die Hunde auf dem Grossen Sankt Bernhard besucht werden. Ihre Zucht wird heute von der Fondation Barry weitergeführt.

Um die Mittagszeit verlassen wir die Passhöhe des Großer Sankt Bernhard (und somit die Schweiz) in Richtung der kleinsten Region Italiens, dem Aostatal (Region Autonoma Valle d`Aosta).  

An der Westgrenze des Tales liegt der Mont Blanc, der höchste Gipfel der Alpen, an der Nordgrenze der Monte Rosa (französisch Mont Rose). Das Gebiet umfasst den nördlichen Teil des Nationalparks Gran Paradiso, einen Regionalpark (italienisch Parco Naturale del Mont-Avic).

Im Aostatal ist es brütend heiß (39 Grad C.!), aber wir erinnern uns selbstverständlich an das Wetter zu Hause, eine Woche bevor wir unseren Vespa Roller-Alpencross starteten! Auf der Herrnbergalm Bergstation loderte das Kaminfeuer...! Also, überhaupt keine Frage, wir sind von Herzen dankbar für dieses wunderbare Vespa-Urlaubswetter! In der Bar Benz, unweit Châtillon, an der Rue Circonvallazione, stärken wir uns mit Panini, Mineralwasser und Espresso. Zudem entscheiden wir uns, ein Hotel am Lago di Varese zu buchen und zwar das Hotel Ristorante Vecchia Riva in der Via Giovanni Macchi 146, 21100 Varese www.vecchiariva.com

Ankunftsbilder


4. Etappe: Lago di Varese - Lago di Como - Lecco - Sondrio - Tresenda - Passo del Aprica - Edolo - Ponte di Legno - Passo Tonale - Madonna di Campiglio - Tione di Trento - Stenico - Torbole

Passo del Tonale / Tonalepass
Gedenkstätte mit Beinhaus (ital. Ossario) für am Tonalepass während des Ersten Weltkriegesgefallene italienische Soldaten
Himmels­richtung West Ost
Passhöhe 1882 m s.l.m. [1]
Provinz Brescia(Region Lombardei) Trient (Region Trentino-Südtirol)
Wasser­scheide Oglio → Po Vermigliana→ Noce → Etsch
Talorte Ponte di Legno(Valcamonica) Vermiglio (Val di Sole)
Ausbau S42
Erbaut 1854–1856
Gebirge Ortler-Alpen (Nord)
Adamello-Presanella-Alpen(Süd)
Karte
Tonalepass (Italien Nord)
Koordinaten 46° 15′ 29″ N10° 34′ 51″ OKoordinaten: 46° 15′ 29″ N10° 34′ 51″ O |  | 

 

Der Tonalepass (italienisch Passo del Tonale, deutsch veraltet: Tunölpass) ist ein 1882 m s.l.m.[1] hoher Alpenpass in Italien, an der Grenze zwischen dem Trentino und der Lombardei. Der Pass wird von der Strada Statale 42 del Tonale e della Mendola überquert.

Etymologie

Der Pass wurde erstmals als Thonale in einer Schenkungsurkunde Karls des Großen an das Kloster Saint-Martin de Tours im Jahr 774 schriftlich erwähnt. 1220 taucht er als Tonalis auf. Der Name ist vermutlich vorrömischen Ursprungs und stammt aus dem keltischentŭnna (Fass) oder tuna (Höhle), an die das Suffix -aleangehängt wurde.[2]

Lage

Der Pass trennt das lombardische Valcamonica im Westen vom Val di Sole (Sulztal) im Trentino im Osten. Diese zwei Täler bilden die Tonalelinie, den Westteil der periadriatischen Naht, einer aktiven geologischen Störungslinie, die sich östlich bis Friaul und Slowenien fortsetzt.

Der Pass liegt auf der Wasserscheide zwischen Po (die Gewässer, die nach Westen fließen) und Etsch (die Gewässer, die nach Osten fließen).

Südlich des Tonalepasses schließt sich die Adamellogruppe mit der Bergkette der Presanella an, im Norden der Hauptkamm der Ortler-Alpen. Vom Pass und einigen Kilometern davor hat man einen prächtigen Blick nach Süden – Paradiso 2600 m und in 10–15 km die Gipfel rings um den Adamello (3.554 m) –, während 3 km nördlich die zwei Gipfel des Monte Tonale(2.700 m) liegen.

Auf dem Pass steht ein italienisches Kriegsdenkmal (Monumento Ossario) von 1936, eine Kirche, eine Ausbildungskaserne der Alpini sowie zahlreiche touristische Einrichtungen, darunter mehrere Lifte und Seilbahnen. Südwestlich der Passhöhe liegt das NATURA 2000 Schutzgebiet Torbiera del Tonale, ein 62 ha großes Moorgebiet.[3]

Spät, gegen 19:30 Uhr, erreichen wir das geliebte Torbole am Lago di Garda. Gebucht haben wir erstmals das Eco Hotel Bonapace in der Via Strada Piccola15, 38069 Lago-Torbole www.ecohotelbonapace.com. Jetzt heißt es "Gas geben" beim Umziehen, denn wir haben einen Tisch bei unserer geliebten Donatella Mandelli im Ristorante Pizzeria BellaVita gebucht!

Die klimatisierten Zimmer im Eco Hotel Bonapace sind eine Wohltat und wir freuen uns, den Gardasee gesund, wohlbehalten und pannenfrei erreicht zu haben! Jetzt gilt es erst einmal die Ruhe der Nacht zu genießen...


Mittwoch, 13. August 2025 - Wir genießen unser zweites Zuhause: Torbole am Lago di Garda!

So ganz ohne Vespa geht's dann doch nicht.. Das Wetter ist nach wie vor unglaublich gut, aber es ist sehr, sehr heiß! Wir treffen die Entscheidung, die Badeklamotten einzupacken und hoch zum Lago di Tenno zu rollern - eine gute Entscheidung.

 

 

In der Snack Bar "Panorama" , Piazze, zelebrieren wir "La dolce vita"!

19-mal sind wir mit unseren Mountainbikes über die Alpen an den geliebten Gardasee geradelt. Es hat kein Jahr gegeben, in dem wir nicht bei "Mecki`s Bike & Coffee" eingekehrt sind. Es gibt Traditionen, mit denen man nicht brechen sollte! Seit 3 Jahren fahren wir nun mit unseren Vespas über die Alpen, aber die Einkehr bei "Mecki`s Bike & Coffee" bleibt geliebte "Pflicht"!

BellaVita Ristorante Pizzeria, Torbole - Unser letzter Abend (für dieses Jahr)!


5. Etappe: Torbole - Trient - Lago di San Giustina - Fondo - Gampenpass (Passo delle Palade) - Meran - St. Leonhard in Passeier - Timmelsjoch (Passo del Rombo) - Obergurgl - Sölden - Oetz - Kühtai

Wir überqueren den Gampenpass und halten Kurs auf Meran.

Der Gampenpass liegt in Südtirol im Etschtal in der Nähe von Meran. Er verbindet Lana (316 m) im Etschtal mit dem Ort Fondo (988 m) auf der Südseite des Passes, von wo aus man nach weiteren 12 km den Ort Revo (733 m) am Lago di San Giustina erreicht. 

Mit der Überquerung des Timmelsjochs (2.474 m. ü. M.) verlassen wir Italien (Provinz: Bozen - Südtirol) und sind nun Gäste in Österreich (Bundesland: Tirol).

Das Timmelsjoch, kurz der Timmel (italienisch Passo del Rombo), ist ein Grenzpass zwischen Österreich(Bundesland Tirol) und Italien (Autonome Provinz Bozen – Südtirol) und liegt auf einer Höhe von 2474 m ü. A.[1]Das Joch ist Teil der Europäischen Wasserscheide und der einzige befahrbare Übergang des Alpenhauptkammszwischen Reschen und Brenner. Es verbindet das Ötztalmit Passeier und trennt die Ötztaler Alpen von den Stubaier Alpen. Seit dem Inkrafttreten des Vertrags von Saint-Germain 1920 verläuft über das Timmelsjoch die Grenze zwischen Italien und Österreich. Die Südtiroler Anteile der Passhöhe gehören zum Naturpark Texelgruppe.

 

Auf der Straße hoch nach Kühtai (2.020 m. ü. M.!) werden wir von friedliebenden Kühen begrüßt. Hier ist die Welt noch in Ordnung und der Allgäuer und der Siegerländer fühlen sich sauwohl!

Ein Juwel in Kühtais bester Lage

 

Das „Jagdschloss Resort“ begrüßt aktive und anspruchsvolle Gäste auf einer Höhe von 2020 m. Das habsburgische Jagdschloss ist ein architektonisch einmaliges Hotel. In der Wintersaison: Mit feinem Restaurant (à la carte und Pension), Schlossbar, Chill-Zonen, Sauna und Sonnenterasse. Entspannter Luxus für Genießer. In der Sommersaison mit unserem Restaurant & Pizzeria im 3-Seenhaus.

Wir checken im www.jagdschloss-resort.at ein und werden persönlich vom Direktor, Herrn Vinzenz Triendl, freundlich willkommen geheißen!

Husch, husch aufs Zimmer, umziehen und dann sofort ab in "Loisl`s Schirmbar" - gurgeln ist angesagt! 

 

Einblick in unsere kleinen, aber sehr, sehr feinen, kuscheligen "Wohlfühlzimmer" im Jagdschloss-Resort, Kühtai


6. Etappe: Kühtai - Imst - Landeck - Ischgl - Galtür (Plan: Silvretta Hochalpenstraße - gesperrt!) - zurück Richtung Landeck (Plan: Arlbergpass: gesperrt!) - zurück nach Imst - Hahntennjoch - Elmen - Weißenbach im Lechtal - Oberjochpass - Nesselwang - Marktoberdorf - Kohlhunden

Die Vorfreude auf Zuhause wird größer!

 

Dennoch hatten wir uns für die letzte Etappe eine schöne Tour ausgedacht, die unter anderem die Silvretta Hochalpenstraße beinhaltete. Nachdem wir das Paznauntal bis zur "Mautstation Silvretta" hoch gerollert waren, wurde uns dort (vorher kein Hinweis!) mitgeteilt, dass die Hochalpenstraße hinter der Bühlerhöhe Richtung Vorarlberg gesperrt sei. Warum vorher kein Hinweise gekommen sei, fragten wir die (freundliche) Dame an der Mautstation? Weil man auf der Bühlerhöhe gerne zu Mittag essen könne , war die Antwort. Ein Schelm, wer dabei an "Kohle machen" der cleveren Tiroler denkt... 

Egal, Wetter klasse, Laune natürlich immer noch super, aber das Mittagessen nehmen wir natürlich nicht auf der Bühlerhöhe ein!

 

Neues Ziel: Arlbergpass!

 

Kurz vor Landeck kommt der Hinweis: Arlberpass gesperrt! Also, die letzte Etappe bleibt spannend (gem. dem Supertramp-Song: "Take the Long Way Home"!

 

Neues Ziel: Hahntennjoch!

 

Wir fahren zurück auf Imst und freuen uns, dass das Hahntennjoch geöffnet ist. 

 

Gegen 16:30 Uhr kommen wir am 15. August 2025 wieder gesund und wohlbehalten im Allgäu an!

 

Wir haben erneut allen Grund DANKBAR zu sein:

 

- Traumwetter und zwar JEDEN Tag

- perfekt laufende Vespas (wir lieben unsere Vespas!)

- kein Sturz oder Unfall

- hervorragende Unterkünfte

- fantastische Speisen

- gemeinsames Lachen und zwar JEDEN Tag

- ECHTE Männerfreundschaft!

- FAMILIEN und ein ZUHAUSE

Viele wunderschöne Orte haben wir gesehen und tolle Landschaften erleben dürfen, aber:

 

ZUHAUSE ist's am schönsten!